Prinzip
Bei der Zonenkommissionierung wird ein großes Kommissioniersystem organisatorisch und räumlich in mehrere Kommissionierzonen aufgeteilt, die nach dem gleichen Verfahren arbeiten. Zonen lassen sich aus wenigen Gassen zu Modulen zusammenfassen und tragen jeweils einen Teil des Sortiments (Gudehus 2012, Kap. 17.5.1). Externe Aufträge werden dafür in Teilaufträge zerlegt, je Zone bearbeitet und anschließend zusammengeführt — die Konsolidierung gehört damit fest zum Konzept.
Sortimentsaufteilung
Unterscheiden sich Artikel stark in Gängigkeit oder Beschaffenheit, wird das Sortiment in Gruppen aufgeteilt — typisch: Kleinteile und Kleinmengen in Fachboden- oder Behältersystemen, Großteile und Großmengen im Palettensystem, Langgut und Sperriges in Spezialsystemen (Gudehus 2012). Dabei gilt der Planungsgrundsatz: so wenig unterschiedliche und spezialisierte Kommissioniersysteme wie möglich, nur so viele wie unbedingt nötig — denn jedes Teilsystem muss für sich auf den Spitzenbedarf ausgelegt werden.
Wirkung und Preis
- Pro: kürzere Wege je Zone, parallele Bearbeitung vieler Aufträge, klare Verantwortungsbereiche.
- Contra: Konsolidierungsaufwand nach den Zonen, mögliche Auslastungsspreizung zwischen Zonen, mehr Steuerungslogik.
Ob eine Zonung trägt, zeigt das Artikel-, Auftrags- und Leistungsprofil — das Vorgehen beschreibt der Fachartikel Kommissioniersystem auswählen und dimensionieren. Grundlagen: Kommissionierung und Ware-zur-Person und Person-zur-Ware; die Einbettung ins Lager beschreibt die Lagerplanung.
Zonenkommissionierung in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.