Leistung

Digitale Fabrikmodelle für Planung und Umbau

Das planungsfähige 3D-Abbild Ihrer Fabrik unterstützt Planung und Umbau — als Grundlage für Layout, Simulation und Variantenbewertung.

Kurzantwort

Bross Consulting erstellt digitale Fabrikmodelle als Planungsgrundlage für Neubauten, Erweiterungen und Umstrukturierungen. Auf Basis von Bestandsdaten aus 3D-Scans oder Bestandsplänen entstehen in vistable und AutoCAD maßhaltige Modelle, in denen Layoutvarianten aufgebaut, verglichen und mit den Fachbereichen abgestimmt werden. Ergebnis sind ein bewerteter Variantenvergleich und ein freigegebener Layoutplan.

Anlass

  • Mehrere Layoutvarianten stehen zur Diskussion und lassen sich auf Papier nicht belastbar vergleichen
  • Flächen, Wege und Anlagenaufstellung müssen abgestimmt werden, die Beteiligten reden über unterschiedliche Vorstellungen
  • Eine Investitionsentscheidung steht an und braucht eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage
  • Anlagen sollen umgesetzt werden, Kollisionen und Durchfahrtshöhen müssen vorher geprüft werden
  • Der Planungsstand soll für Bauplanung, Fachplaner und Behörden nachvollziehbar dokumentiert sein

Vorgehen

1. Bestandsaufnahme einlesen. Grundlage ist entweder ein 3D-Scan oder vorhandene Bestandsunterlagen. Bei unklarer Datenlage wird geprüft, ob eine Neuaufnahme wirtschaftlicher ist als die Korrektur alter Pläne.

2. Modellaufbau. In vistable wird das Bestandsmodell mit Flächen, Stützenraster, Verkehrswegen, Anlagen und Lagerbereichen aufgebaut. AutoCAD dient dabei als Grundlage und Schnittstelle zu Bau- und Fachplanung.

3. Variantenaufbau. Auf dem gemeinsamen Bestand werden Layoutvarianten entwickelt. Jede Variante wird vollständig durchgezeichnet, damit der Vergleich nicht an unterschiedlichem Detaillierungsgrad scheitert.

4. Bewertung. Die Varianten werden anhand definierter Kriterien verglichen: Flächenbedarf und -nutzung, Transportaufwand und Wegelängen, Erweiterbarkeit, Umsetzungsaufwand und Auswirkungen auf den laufenden Betrieb.

5. Abstimmung. Das Modell dient als gemeinsame Grundlage in den Abstimmungen mit Produktion, Logistik, Instandhaltung, Arbeitssicherheit und Betriebsrat. Visualisierungen machen Varianten auch für Beteiligte ohne Planungshintergrund beurteilbar.

6. Freigabe und Übergabe. Die gewählte Variante wird als Layoutplan ausgearbeitet und mit der Entscheidungsvorlage übergeben.

Vom Scan zum freigegebenen Fabrikmodell

Geometrie allein macht noch kein verlässliches Planungsmodell. Punktwolken, Bestandspläne, Anlagenmodelle und Sachdaten benötigen einen dokumentierten Status, eine gemeinsame räumliche Referenz und klare Verantwortlichkeiten. Arbeitsstände werden von abgestimmten und freigegebenen Ständen getrennt, damit alle Beteiligten dieselbe Entscheidungsgrundlage verwenden.

Durchgängiger Informationsprozess für FabrikmodelleAus heterogenen Bestandsdaten entsteht eine koordinierte und freigegebene Planungsgrundlage.
  1. 01

    Erfassen

    E57, PLY, 2D-Pläne und vorhandene Anlagenmodelle

  2. 02

    Validieren

    Koordinaten, Aktualität, Vollständigkeit und Abweichungen

  3. 03

    Modellieren

    Geometrie, Flächen, Anlagen und benötigte Attribute

  4. 04

    Koordinieren

    Varianten, Kollisionen, Aufgaben und Versionsstände

  5. 05

    Freigeben

    Gültiger Planungsstand, Übergabe und Rückführung in den Bestand

Datenebenen: Punktwolke · 2D-Layout · 3D-Anlagen · Gebäude & Medien · Sachdaten & Aufgaben

Eine gemeinsame Datenumgebung, häufig als CDE bezeichnet, ist dabei nicht nur ein Speicherort. Sie regelt Austausch, Versionierung, Prüfung und Freigabe. Die erforderliche Modellierungstiefe folgt der Planungsfrage: Für eine Flächenvariante genügt ein anderes Modell als für Kollisionsprüfung, Medienkoordination oder Ausschreibung. Detaillierte Lieferantenmodelle werden deshalb bei Bedarf vereinfacht, um Performance und Know-how zu schützen.

Aktueller fachlicher Rahmen: VDI 4499 Blatt 1:2026-04, VDI 4499 Blatt 3:2023-02, VDI 2552 Blatt 5:2018-12 und die derzeit gültige DIN EN ISO 19650-1:2019-08. Die Überarbeitung von ISO 19650-1 liegt 2026 noch als Entwurf vor und wird nicht als bereits gültige Ausgabe behandelt.

Ergebnis / Deliverables

  • Digitales Fabrikmodell des Bestands mit dokumentierter Datenherkunft
  • Abgestimmte Koordinaten-, Modell- und Attributstruktur
  • Vollständig ausgearbeitete Layoutvarianten
  • Variantenvergleich mit Bewertungskriterien
  • Visualisierungen, Aufgaben- und Versionsstand für die Abstimmung
  • Freigegebener Layoutplan mit eindeutigem Geltungsbereich
  • Entscheidungsvorlage und geregelte Übergabe

Abgrenzung zum digitalen Zwilling

Ein digitales Fabrikmodell ist auf ein Planungsvorhaben bezogen und beschreibt einen Planungsstand. Ein digitaler Zwilling wird darüber hinaus fortlaufend gepflegt und bildet die laufende Fabrik ab. Das Fabrikmodell ist häufig der Ausgangspunkt, der Zwilling die dauerhafte Fortführung.

Die methodischen Grundlagen – vom Scan bis zum vollständigen 3D-Planungsmodell – beschreibt der Beitrag Digitales Fabrikmodell: mittels Scan zum 3D-Planungsmodell.

Fachliche Grundlage und Grenzen

Das Modell wird nicht nach maximalem Detailgrad, sondern nach dem Informationsbedarf der anstehenden Entscheidung aufgebaut. Geometrie, Attribute, Koordinatenbezug, Quelle, Status und Freigabe werden gemeinsam geführt. Arbeitsstände bleiben von geprüften und freigegebenen Informationslieferungen getrennt.

Aktueller Rahmen sind insbesondere VDI 4499 zur Digitalen Fabrik sowie DIN EN ISO 19650 für das Informationsmanagement. Das Modell ersetzt weder die fachliche Freigabe einzelner Gewerke noch eine Bestandsprüfung außerhalb des vereinbarten Aufnahmeumfangs.

FAQ

Häufige Fragen

Wodurch unterscheidet sich ein digitales Fabrikmodell von einem CAD-Layout?

Ein CAD-Layout beschreibt die Geometrie. Ein digitales Fabrikmodell verknüpft die Geometrie mit Planungsdaten — Flächenbedarfen, Transportbeziehungen, Kapazitäten — und erlaubt dadurch die Bewertung von Varianten, nicht nur deren Darstellung.

Ist ein 3D-Scan Voraussetzung?

Nicht zwingend. Bei belastbaren Bestandsunterlagen kann darauf aufgebaut werden. In gewachsenen Werken ist die Aufnahme meist der schnellere Weg, weil die Korrektur veralteter Pläne aufwendiger ist als die Neuerfassung.

Wie viele Varianten sind sinnvoll?

Üblich sind zwei bis vier ausgearbeitete Varianten. Entscheidend ist, dass sie denselben Detaillierungsgrad haben — sonst gewinnt die am besten gezeichnete, nicht die beste.

Was bedeutet eine gemeinsame Datenumgebung für die Fabrikplanung?

Sie hält nicht nur Dateien vor, sondern regelt Arbeitsstände, Austausch, Prüfung, Versionierung und Freigabe. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welcher Modellstand für welche Entscheidung gilt.

Kontakt

Von der Idee zur belastbaren Planung

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