Was das Schema zeigt
Aus den Arbeitsablaufschemata entsteht das Funktionsschema. Es führt die erforderlichen Funktionseinheiten — die Bereiche — zusammen mit den qualitativen Materialflussverknüpfungen auf: Fluss vorhanden oder nicht, jeweils mit Richtungsangabe. Die Darstellung zeigt die Ablauflogik des Fertigungsfortschritts in einer idealisierten, rein funktionsbezogenen und anordnungsneutralen Zuordnungsstruktur, ausdrücklich ohne Beschränkungen durch reale Gegebenheiten (Grundig 2018, Abschnitt 3.3.1.2).
Die flächenmaßstäbliche Stufe
Werden anschließend die Flächenbedarfe je Funktionseinheit ermittelt — überschlägig, über Flächenkennzahlen oder Schätzungen — entsteht das flächenmaßstäbliche Funktionsschema. Die Bereichsgrößen werden maßstäblich dargestellt, sodass erste Aussagen zu Flächen- und Raumbedarfen und zur Einordnung in vorhandene Raumstrukturen möglich werden.
Wo das Schema in der Planung steht
Das Funktionsschema liegt zwischen Funktionsbestimmung und Dimensionierung auf der einen und dem Ideallayout auf der anderen Seite. Es beantwortet, welche Bereiche in welcher Folge zusammenwirken — noch nicht, wo sie liegen. Genau diese Trennung ist der Grund, warum ein Ideallayout überhaupt restriktionsfrei entstehen kann; die Stufen danach beschreibt die Layoutplanung.
Für die quantitative Seite treten die Materialflussmatrix und die Transportintensität hinzu; die Anordnung selbst lässt sich etwa mit dem Dreiecksverfahren nach Schmigalla annähern. Eingebettet ist der Schritt in die Fabrikplanung.
Funktionsschema in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.