Zwei Kennzahlen, zwei Fragen
Flächenkennzahlen setzen eine Fläche ins Verhältnis zu einer Bezugsgröße und machen Flächenbedarf dadurch vergleichbar. VDI 3644 führt dafür zwei Grundkennzahlen:
| Kennzahl | Bildung | Beantwortet |
|---|---|---|
| K1 | Istflächenbedarf je Maschine bzw. je Arbeitsplatz (m² pro Maschine, m² pro Arbeitsplatz) | Wie viel Fläche beansprucht eine Ressource? |
| K2 | Stundenbeaufschlagung der Flächeneinheit: Fertigungsstunden je Quadratmeter | Wie intensiv wird die Fläche genutzt? |
K2 wird für den Ist-Zustand errechnet und nach der Bereinigung als Vorgabe für den Soll-Zustand gesetzt. Damit verbindet die Kennzahl zwei Größen, die in der Planung leicht auseinanderlaufen: den Flächenbedarf und die Kapazitätsauslastung.
Wozu die Kennzahlen taugen
Mit Erfahrung im Umgang zeigen Flächenkennzahlen schnell, wo betriebliche Schwachstellen bei Flächenbedarf und Auslastung liegen — gerade bei überschlägigen Planungen (VDI 3644, Abschnitt 5.2.2). Sie ersetzen aber keine Dimensionierung aus dem Mengengerüst, sondern prüfen deren Ergebnis gegen die betriebliche Wirklichkeit.
Grenzen
Kennzahlen sind Vergleichsgrößen, keine Zielwerte. Zwei Werte sind nur vergleichbar, wenn Systemgrenze, Flächenarten und Bezugszeitraum übereinstimmen. Pauschale Branchenwerte tragen eine Auslegung nicht — und sie verdecken, welcher Anteil der Fläche überhaupt mit der Leistung skaliert. Diese Trennung leistet die Fixflächenbetrachtung.
Flächenkennzahl in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.