Definition und Einordnung
Die Transportintensität ist eine Kenngröße je Quelle-Senke-Beziehung eines Materialflusssystems. Datengrundlage ist die Materialflussmatrix: Deren Zellwerte — etwa Paletten pro Schicht oder Transporte pro Tag — werden zur Intensität, sobald sie für die Planungsfrage einheitlich gewichtet sind. Menge ist dabei nicht gleich Intensität: Erst die dokumentierte Gewichtung, zum Beispiel über Transportfrequenz, Ladungsträger oder Aufwand, macht unterschiedliche Beziehungen vergleichbar. Die Einheit muss sichtbar bleiben; eine dimensionslose Mischkennzahl darf nicht als reale Transportmenge ausgegeben werden.
Verwendung in der Anordnungsoptimierung
Anordnungsverfahren wie das Schmigalla-Dreiecksverfahren platzieren Funktionseinheiten so, dass Beziehungen mit hoher Intensität kurze Wege erhalten. Für den Variantenvergleich wird der Transportaufwand gerechnet: Intensität mal Distanz je Beziehung, summiert über alle Beziehungen einer Layoutvariante (Grundig 2018). Der Rahmen des Planungsvorgehens ist die Materialflussplanung nach VDI 2498 Blatt 1.
Datenqualität
- Leerfahrten und Rückläufe getrennt von Hinflüssen führen.
- Bezugszeitraum, Filterstand und Umrechnungsfaktoren dokumentieren.
- Summen je Quelle und Senke gegen das Mengengerüst plausibilisieren.
- Bei geänderten Losgrößen oder Ladungsträgern die Intensitäten neu ableiten, statt alte Werte zu skalieren.
So bleibt nachvollziehbar, ob ein veränderter Transportaufwand aus neuer Nachfrage, anderer Bündelung oder einer geänderten Anordnung stammt — die Grundlage jeder belastbaren Layoutplanung und Materialflussplanung.
Transportintensität in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.