Antriebe müssen synchronisiert, Schweißköpfe positioniert und Roboter gesteuert werden. Alle Daten hierzu werden im Automatisierungssystem zusammengeführt. Moderne Prozessleitsysteme, Entwicklungs- und Diagnosewerkzeuge ermöglichen dem Bediener den Zugriff auf alle Daten. Kommunikationssysteme sorgen für den reibungslosen Informationsaustausch zwischen Sensoren, Steuerungen und Aktoren innerhalb einzelner Bearbeitungsstationen und weit darüber hinaus. Damit die Produktion läuft, müssen viele Rechner, Steuerungen und intelligente Sensoren zusammen arbeiten.
Automatisierung als Schlüssel für wirtschaftlichen Betrieb
In vielen Branchen wird erst durch die Erzielung eines hohen Automatisierungsgrad ein wirtschaftlicher Betrieb erreicht. Die liegt unter anderem daran, dass Automatisierungstechnik für zuverlässige Prozesse sorgt. Die Laufzeiten von Automatisierungsprojekten werden dabei immer kürzer. Die geforderte Funktionalität und Komplexität steigt bei gleichzeitig preissensiblen Marktbedingungen. Standarisierte und modulare Lösungen sind gefragt. Anwendungen in Industrie 4.0, Smart Factory und Infrastrukturaspekte wie Konfiguration, Kommunikation, Datenhandling sowie die Interaktion der Systeme und Komponenten sind weitere typische Einsatzfelder.
Automatisierungstechnik in der Anwendung
In den kommenden Jahren werden Robotik und Automatisierungstechnik, Vernetzung, Modularisierung, Standardisierung und Energieeffizienz die dominierenden Trends der Industrie sein.
Automatisierungstechnik im Projekt richtig anwenden
Automatisierung ist sinnvoll, wenn Prozess, Mengengerüst, Varianten und Schnittstellen ausreichend stabil sind und die technische Lösung auf einen klaren betrieblichen Nutzen einzahlt.
Vor der Anwendung von Automatisierungstechnik werden Ziel, Systemgrenze und gewünschte Entscheidung festgelegt. Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zu benachbarten Methoden und Systemen: Welche Prozesse gehören zur Betrachtung, welche Schnittstellen bleiben außerhalb und welche Kennzahlen zeigen eine Verbesserung? Diese Klärung verhindert, dass ein Begriff nur als Etikett verwendet wird oder Teiloptimierungen an anderer Stelle neue Probleme erzeugen.
Eine belastbare Bearbeitung von Automatisierungstechnik verbindet Ist-Daten mit dokumentierten Annahmen. Datenquellen, Bezugszeitraum, Einheiten und Ausnahmen müssen nachvollziehbar sein. Anschließend werden Varianten oder Maßnahmen anhand einheitlicher Kriterien verglichen. Neben Leistung und Kosten gehören dazu je nach Aufgabe Fläche, Bestand, Ergonomie, Qualität, Umsetzbarkeit, Risiko und Erweiterbarkeit.
Das Ergebnis der Anwendung von Automatisierungstechnik sollte eine konkrete Entscheidung oder einen überprüfbaren nächsten Schritt unterstützen. Verantwortlichkeit, Zielwert und Prüfzeitpunkt machen sichtbar, ob die erwartete Wirkung eintritt. Für die Übertragung auf eine reale Aufgabenstellung lässt sich der Begriff mit den passenden Angeboten aus Beratung, Planung, Optimierung und digitaler Bestandsaufnahme verbinden.
Automatisierungstechnik in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.