Eine Smart Factory ist eine hoch digitalisierte und vernetzte Produktionsstätte. Sie arbeitet mit Technologien wie künstlicher Intelligenz (KI), Robotik, Analytik, Big Data und dem Internet der Dinge (IoT) und kann weitgehend autonom laufen. Die entscheidenden Merkmale der intelligenten Fabrik sind demnach:
- Transparenz
- Konnektivität
- Autonomie
Der umfassende Einsatz von IoT-Sensoren und -Geräten verbindet Maschinen und ermöglicht den Einblick in ihren Zustand sowie in Fabrikprozesse und schafft ein industrielles Internet der Dinge (IIoT). Immer anspruchsvollere Analysen und Anwendungen, die auf KI und maschinellem Lernen basieren, übernehmen viele der Routineaufgaben, so dass sich die Mitarbeiter auf die Behandlung von Ausnahmen konzentrieren und Entscheidungen auf höherer Ebene treffen können. Von Robotern wird erwartet, dass sie intelligente Fabriken für Routinearbeiten bevölkern und mit Menschen zusammenarbeiten.
Die intelligente Fabrik für individuelle Produkte
Unter der Smart Factory versteht man auch eine Produktionsstätte, in der Dank fortschrittlichster Technologien mit nur geringen menschlichen Eingriffen produziert werden kann. Auf diese Weise lässt sich die Produktion individualisieren. Bisher war die Losgröße 1, das heißt individuelle Produkte profitabel herstellen, eher eine Sache der aufwändigen Handarbeit, welche mehr Zeit und Geld kostet und kaum mit steigender Nachfrage mithalten kann. Wie man in der Zukunft die Losgröße 1 profitabel machen kann, zeigt das Konzept der Fabrik der Zukunft. Durch die intelligente Fabrik kann dem Wunsch nach persönlichen Produktanpassungen nachgegangen werden und trotzdem kostengünstig massenhaft produziert werden. Das Konzept einer solchen Fabrik wird natürlich schon länger von einigen großen Firmen in der Automobilindustrie wie zum Beispiel Audi angestrebt. Ledersitze, optionale Lautsprecher und zig verschiedene Farben. Schnell wird schon heute ein neues Auto zum Unikat. Aber eine komplette autonome Produktionsstätte gibt es trotzdem noch nicht.
Smart Factory im Projekt richtig anwenden
Eine Smart Factory entsteht nicht durch einzelne digitale Werkzeuge, sondern durch abgestimmte Prozesse, Datenmodelle, Verantwortlichkeiten und konkrete Anwendungsfälle.
Vor der Anwendung von Smart Factory werden Ziel, Systemgrenze und gewünschte Entscheidung festgelegt. Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zu benachbarten Methoden und Systemen: Welche Prozesse gehören zur Betrachtung, welche Schnittstellen bleiben außerhalb und welche Kennzahlen zeigen eine Verbesserung? Diese Klärung verhindert, dass ein Begriff nur als Etikett verwendet wird oder Teiloptimierungen an anderer Stelle neue Probleme erzeugen.
Eine belastbare Bearbeitung von Smart Factory verbindet Ist-Daten mit dokumentierten Annahmen. Datenquellen, Bezugszeitraum, Einheiten und Ausnahmen müssen nachvollziehbar sein. Anschließend werden Varianten oder Maßnahmen anhand einheitlicher Kriterien verglichen. Neben Leistung und Kosten gehören dazu je nach Aufgabe Fläche, Bestand, Ergonomie, Qualität, Umsetzbarkeit, Risiko und Erweiterbarkeit.
Das Ergebnis der Anwendung von Smart Factory sollte eine konkrete Entscheidung oder einen überprüfbaren nächsten Schritt unterstützen. Verantwortlichkeit, Zielwert und Prüfzeitpunkt machen sichtbar, ob die erwartete Wirkung eintritt. Für die Übertragung auf eine reale Aufgabenstellung können Sie den Begriff mit den passenden Angeboten aus Beratung, Planung, Optimierung und digitaler Bestandsaufnahme verbinden.
Smart Factory in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.