Glossar

Regalbediengerät (RBG) – Funktion und Bauformen

Ein Regalbediengerät (RBG) ist ein schienengeführtes Gerät zur automatischen Ein- und Auslagerung von Ladeeinheiten in Hochregallagern und automatischen Kleinteilelägern.

Die Funktion eines Regalbediengeräts besteht im automatischen Ein- und Auslagern von Ladeeinheiten innerhalb einer Regalgasse.

Ein Regalbediengerät (RBG) ist ein schienengeführtes Gerät zur automatischen Ein- und Auslagerung von Ladeeinheiten in Hochregallagern und automatischen Kleinteilelägern. Es verfährt in einer Regalgasse horizontal und vertikal gleichzeitig und übernimmt bzw. übergibt Ladeeinheiten mit einem Lastaufnahmemittel.

Bauformen

Unterschieden werden Paletten-Regalbediengeräte für Hochregallager (Bauhöhen bis über 40 Meter) und Behälter-Regalbediengeräte für automatische Kleinteileläger. Lastaufnahmemittel reichen von Teleskopgabeln für Paletten über Ziehtechniken für Behälter bis zu mehrfachtiefen Lastaufnahmemitteln, die mehrere Ladeeinheiten je Spiel bewegen. Kurvengängige Geräte können mehrere Gassen bedienen, gassengebundene Geräte erreichen die höhere Leistung.

Leistung und Auslegung

Die Leistung eines RBG wird in Spielen je Stunde angegeben — ein Einzelspiel umfasst eine Ein- oder Auslagerung, ein Doppelspiel kombiniert beides in einer Fahrt. Die erreichbare Spielzahl hängt von Gassenlänge, Regalhöhe, Geschwindigkeits- und Beschleunigungswerten sowie der Lage der Übergabeplätze ab und wird in der Planung rechnerisch, bei komplexen Systemen simulativ ermittelt.

Einordnung

Das RBG ist der klassische Ansatz für hohe Lagerdichte bei planbarer Leistung; Shuttlesysteme sind die skalierbarere Alternative bei stark schwankender Last. Die Auswahl erfolgt im Rahmen der Lagertechnikplanung über einen Variantenvergleich auf Basis des Mengengerüsts.

Regalbediengerät im Projekt richtig anwenden

Für ein Regalbediengerät entscheiden nicht nur Höhe und Geschwindigkeit, sondern auch Lastaufnahmemittel, Gassenkonzept, Durchsatz, Verfügbarkeit und Instandhaltungszugang.

Vor der Anwendung von Regalbediengerät werden Ziel, Systemgrenze und gewünschte Entscheidung festgelegt. Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zu benachbarten Methoden und Systemen: Welche Prozesse gehören zur Betrachtung, welche Schnittstellen bleiben außerhalb und welche Kennzahlen zeigen eine Verbesserung? Diese Klärung verhindert, dass ein Begriff nur als Etikett verwendet wird oder Teiloptimierungen an anderer Stelle neue Probleme erzeugen.

Eine belastbare Bearbeitung von Regalbediengerät verbindet Ist-Daten mit dokumentierten Annahmen. Datenquellen, Bezugszeitraum, Einheiten und Ausnahmen müssen nachvollziehbar sein. Anschließend werden Varianten oder Maßnahmen anhand einheitlicher Kriterien verglichen. Neben Leistung und Kosten gehören dazu je nach Aufgabe Fläche, Bestand, Ergonomie, Qualität, Umsetzbarkeit, Risiko und Erweiterbarkeit.

Das Ergebnis der Anwendung von Regalbediengerät sollte eine konkrete Entscheidung oder einen überprüfbaren nächsten Schritt unterstützen. Verantwortlichkeit, Zielwert und Prüfzeitpunkt machen sichtbar, ob die erwartete Wirkung eintritt. Für die Übertragung auf eine reale Aufgabenstellung können Sie den Begriff mit den passenden Angeboten aus Beratung, Planung, Optimierung und digitaler Bestandsaufnahme verbinden.

Regalbediengerät in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.