Glossar

Logistikplanung – Vorgehensweise und Ziele

Logistikplanung ist der Prozess, der dafür sorgt, dass die Waren von der Beschaffung bis zur Auslieferung an die Kunden gut organisiert werden.

Was ist Logistikplanung?

Dabei geht es darum, Transport, Lagerung, Umschlag, Verpackung, Bestandsmanagement und Logistikinformationssysteme wie z.B. SAP zu planen.

Warum ist eine gründliche Logistikplanung wichtig?

Logistikplanung ist wichtig, weil sie es Unternehmen ermöglicht, ihre Kunden zufriedenzustellen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, ihre Kosten zu senken und ihre Umweltauswirkungen zu reduzieren. Mit Logistikplanung können Unternehmen ihre Lieferketten optimieren, Engpässe vermeiden, Risiken minimieren und Chancen nutzen.

Wie funktioniert die Planung der Logistik?

Logistikplanung nutzt Methoden und Werkzeuge, um Logistikprozesse zu analysieren, gestalten, implementieren und überwachen. Zu den Methoden und Werkzeugen der Logistikplanung gehören zum Beispiel:

  • Logistikmodelle, die mit Mathematik oder Simulationen die Logistikleistung messen und verbessern.
  • Logistiksoftware, die Daten sammelt, verarbeitet und zeigt, um die Logistikentscheidungen zu unterstützen.
  • Logistikstandards, die Regeln und Best Practices für die Logistikqualität und -sicherheit festlegen.
  • Logistikaudits, die die Logistikprozesse überprüfen und bewerten, um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale zu finden.

Wie lässt sich die Logistikplanung verbessern?

Der Weg zu einer besseren Logistik führt über fünf Schritte: Ziele definieren, Anforderungen ermitteln, Optionen bewerten, eine Lösung auswählen und die Erfolge kontrollieren.

  1. Ziele festlegen: Am Anfang stehen klare und messbare Ziele, die zur Unternehmensstrategie und zu den Kundenbedürfnissen passen — etwa geringere Kosten, kürzere Lieferzeiten oder eine höhere Servicequalität.
  2. Anforderungen ermitteln: Die Logistikanforderungen ergeben sich aus Produkten, Märkten, Lieferanten und gesetzlichen Vorschriften. Daraus folgen konkrete Festlegungen: die benötigte Lagerkapazität, das Transportmittel, die Verpackungsart.
  3. Optionen bewerten: Die Optionen ergeben sich aus den internen und externen Ressourcen: Eigenleistung oder Logistikdienstleister, Lieferung über das Lager oder direkt an die Kunden, verschiedene Logistikkonzepte im Vergleich. Bewertet wird anhand von Kriterien wie Kosten, Nutzen, Risiken und Flexibilität.
  4. Lösung auswählen: Gewählt wird die Lösung, die am besten zu Zielen und Anforderungen passt — ein zuverlässiger und wirtschaftlicher Dienstleister, moderne und effiziente Lagertechnik oder klar gestaltete Soll-Prozesse. Die Entscheidung gehört dokumentiert und kommuniziert.
  5. Erfolge kontrollieren: Die Logistikleistung wird gemessen, überwacht und verbessert. Dazu dienen definierte Kennzahlen, Berichte über die Ergebnisse und die Bearbeitung der Störungen, die den Ablauf behindern. Diese Kontrolle ist regelmäßig zu wiederholen und anzupassen.

Wie läuft ein Logistikplanungsprojekt ab?

Eine Logistikplanung läuft in der Regel in mehreren Phasen ab, die je nach Umfang und Komplexität variieren können. Eine mögliche Gliederung eines Logistikplanungsprojekts ist:

  1. Vorbereitung: In der Projektvorbereitung werden die Rahmenbedingungen festgelegt. Dazu gehören das Team, der Plan, die Kosten und die Ziele des Projekts. Es wird entschieden, wer im Team ist und wie der Plan aussieht. Außerdem werden die Kosten und Ziele des Projekts festgelegt.
  2. Ist-Analyse: In dieser Phase werden die bestehenden Logistikprozesse und -strukturen untersucht: welche Daten vorliegen, wie die Abläufe aussehen, wie hoch die Logistikkosten sind und wie es um die Logistikqualität steht.
  3. Soll-Konzeption: In dieser Phase werden die künftigen Prozesse und Strukturen entworfen: welche Logistikmodelle zum Einsatz kommen, welche Software nötig ist, welche Standards einzuhalten sind und welche Lösungen umgesetzt werden.
  4. Umsetzung: In dieser Phase werden die geplanten Prozesse und Strukturen realisiert: Dienstleister beauftragen, Lagertechnik und Equipment installieren, Soll-Prozesse einführen, Mitarbeitende schulen.
  5. Projektabschluss: In dieser Phase werden die Projektergebnisse dokumentiert, präsentiert und bewertet — über Berichte, Audits, die Auswertung der Kennzahlen und Rückmeldungen der Kunden.
1Ziele und Systemgrenzefestlegen (Service, Kosten,Kapazitätshorizont) 2Ist-Zustand validieren(Beobachtung, Daten,Mengen, Restriktionen) 3Bedarf in Anforderungenübersetzen (Lager, Transport,Handling, Fläche, Steuerung) 4Varianten entwickeln(Prozess, Layout, Technik,Betrieb — gleiche Annahmen) 5Vorzugskonzept wählenund detaillieren (Leistung,Invest, Kosten, Risiken) 6Ergebnis absichern(Schnittstellen, Spitzen,Umsetzungsreife)
Logistikplanung vom Ziel zum umsetzbaren Zielsystem — eigene Darstellung.

Logistikplanung in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.

FAQ

Häufige Fragen

Was umfasst eine Logistikplanung?

Die strukturierte Gestaltung von Transport, Lagerung, Handling, Beständen und Steuerungsregeln für eine definierte Systemgrenze — vom Zielbild über Varianten bis zum umsetzbaren Zielsystem.

Welche Daten braucht eine Logistikplanung?

Bedarfs- und Artikelstruktur, Quellen und Senken, Auftragsprofile, Ladungsträger, Prozesszeiten, Bestände, Schichtkalender, Layouts und technische Restriktionen — mit ausgewiesener Datenqualität.

Welche Ergebnisse liefert eine Logistikplanung?

Je nach Entscheidung: Prozesslandkarte, Beziehungsmatrix, Dimensionierungsmodell, Blocklayout, Technik- und Betriebskonzept sowie eine bewertete Entscheidungsvorlage.

Wie grenzt sich die Logistikplanung von der Materialflussplanung ab?

Die Materialflussplanung nach VDI 2498 gestaltet den innerbetrieblichen Fluss; die Logistikplanung spannt den Rahmen weiter — einschließlich Beständen, Steuerungslogik und Schnittstellen des Gesamtsystems.