Glossar

FTS- und AMR-Flottenauslegung

Die FTS-Flottenauslegung bestimmt aus Transportmissionen, Spielzeiten, Zeitprofil, Ladebedarf, Verfügbarkeit und Verkehrsinteraktionen die erforderliche Fahrzeugzahl.

Was bedeutet FTS-Flottenauslegung?

Die FTS- oder AMR-Flottenauslegung bestimmt, wie viele Fahrzeuge und welche Betriebsstrategie erforderlich sind, um definierte Transportaufträge mit vereinbartem Servicelevel zu erfüllen. Sie verbindet Transportmatrix, Zeitprofil, Layout, Spielzeiten, Ladestrategie und Verfügbarkeit.

Grundrechnung

Für jede Relation werden Missionen je Zeitraum mit der erforderlichen Fahrzeugzeit multipliziert. Zur Spielzeit gehören Lastfahrt, Leerfahrt, Aufnahme, Abgabe und Positionierung. Warte-, Lade-, Stör- und Wartungsanteile reduzieren die nutzbare Fahrzeugzeit. Die rechnerische Fahrzeugzahl wird aufgerundet und gegen das Spitzenprofil geprüft.

Warum die Grundrechnung nicht immer genügt

Kreuzungen, Einbahnabschnitte, blockierte Übergaben, Aufzüge, Prioritätsregeln, Batteriezustand und die Leitsteuerung erzeugen Abhängigkeiten zwischen Fahrzeugen. Bei relevanten Wechselwirkungen wird die Rechnung durch Simulation als Teil der Materialflussanalyse ergänzt.

Ergebnis dokumentieren

  • Transportmatrix und Referenzzeitraum
  • Routen, Distanzen und Geschwindigkeitsannahmen
  • Handhabungs- und Wartezeiten
  • Lade- und Energiestrategie
  • Verfügbarkeit und Reserve
  • Servicelevel und Spitzenprofil
  • Version der Leit- und Prioritätsregeln

Vertiefung: FTS und AMR planen und FTS- und AMR-Planung.

FTS-Flottenauslegung im Projekt richtig anwenden

Die FTS-Flottenauslegung muss Tagesmittel, Spitzenfenster, Leerfahrten, Handhabung, Ladebedarf, Verkehrsinteraktionen und Verfügbarkeit gemeinsam berücksichtigen. Jede Annahme wird mit Einheit, Bezugszeitraum und Datenquelle dokumentiert.

Vor der Anwendung von FTS-Flottenauslegung werden Ziel, Systemgrenze und gewünschte Entscheidung festgelegt. Ebenso wichtig ist die Abgrenzung zu benachbarten Methoden und Systemen: Welche Prozesse gehören zur Betrachtung, welche Schnittstellen bleiben außerhalb und welche Kennzahlen zeigen eine Verbesserung? Diese Klärung verhindert, dass ein Begriff nur als Etikett verwendet wird oder Teiloptimierungen an anderer Stelle neue Probleme erzeugen.

Eine belastbare Bearbeitung von FTS-Flottenauslegung verbindet Ist-Daten mit dokumentierten Annahmen. Datenquellen, Bezugszeitraum, Einheiten und Ausnahmen müssen nachvollziehbar sein. Anschließend werden Varianten oder Maßnahmen anhand einheitlicher Kriterien verglichen. Neben Leistung und Kosten gehören dazu je nach Aufgabe Fläche, Bestand, Ergonomie, Qualität, Umsetzbarkeit, Risiko und Erweiterbarkeit.

Das Ergebnis der Anwendung von FTS-Flottenauslegung sollte eine konkrete Entscheidung oder einen überprüfbaren nächsten Schritt unterstützen. Verantwortlichkeit, Zielwert und Prüfzeitpunkt machen sichtbar, ob die erwartete Wirkung eintritt. Für die Übertragung auf eine reale Aufgabenstellung können Sie den Begriff mit den passenden Angeboten aus Beratung, Planung, Optimierung und digitaler Bestandsaufnahme verbinden.

FTS-Flottenauslegung in der Praxis: Die passenden Planungs- und Beratungsansätze bündelt unsere Leistungsübersicht.